Geistliches: „Tradition heißt, das Feuer weiterzugeben, nicht die Asche zu bewahren“ – Predigt von S.E. Weihbischof Pascal Schreiber
Der neu geweihte Bischof Pascal Schreiber von der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) hat am Donnerstag seine erste Predigt als Bischof gehalten. Anlass war eine feierliche Pontifikalmesse im Priesterseminar von Écône, einen Tag nach seiner Bischofsweihe. Die Predigt, die Bischof Schreiber in drei Sprachen hielt – Französisch, Deutsch und Englisch – stand im Zeichen des Fests Mariä Heimsuchung. Der Bischof deutete die biblische Begegnung zwischen Maria und Elisabeth als Bild für ein verborgenes, aber wirkmächtiges Gnadenwirken. So wie durch Maria einst Gnade an Johannes den Täufer und Elisabeth weitergegeben worden sei, so sei nun auch die Gnade des Bischofsamts durch ihre mütterliche Vermittlung gekommen. Der neue Bischof betonte, der Auftrag der Bruderschaft bleibe unverändert: heilige und lehrmäßig gefestigte Priester auszubilden, die überlieferte Heilige Messe und die traditionelle katholische Lehre zu bewahren und am Erneuerungswerk der Kirche mitzuwirken. Zum Abschluss griff Bischof Schreiber ein Bild auf, das oft dem Komponisten Gustav Mahler zugeschrieben wird: Tradition bedeute nicht, Asche zu konservieren, sondern Feuer weiterzugeben. Asche stehe für etwas Totes, Kaltes und Graues, das Feuer dagegen für Licht und Wärme. Die Bruderschaft bewahre die katholische Tradition nicht aus Nostalgie, sondern um den Glauben, die Sakramente und die überlieferte Lehre lebendig an die nächste Generation weiterzugeben.
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Tradition: Die „Exkommunikation“ zeigt Wirkung – junge Katholiken wenden sich der FSSPX zu
Der Sturm, der jetzt losgebrochen ist, zeigt letztlich den Hass auf die gesamte katholische Tradition. Schisma ist keine bloß äußerliche Handlung. Schisma setzt den Willen zur Spaltung voraus. Diesen Willen haben wir nicht. Wir haben ihn nie gehabt. Wir bekennen uns zum Primat des Papstes, zur Unfehlbarkeit des Lehramtes etc. Wir handeln nicht gegen die Kirche, sondern für sie. Wer die Kirche retten will, kann sie nicht zugleich verlassen wollen. Es gibt kein Schisma, keinen Vorsatz zur Spaltung. Von Pater Johannes Regele, Distriktoberer der Priesterbruderschaft St. Pius X. für Österreich, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Slowenien und Kroatien.
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